#BlackLivesMatter

Als Historiker, dessen Schwerpunkte in Forschung und Lehre auch im Bereich der Nordamerikastudien liegen, will ich heute meine Solidarität mit all jenen bekunden, die für Gerechtigkeit, für eine gleichberechtigte Anwendung des Rechts und für ein Ende der rassistischen Gewalt und Unterdrückung in unserer Welt eintreten. Als Historiker, der im deutschen Hochschul- und Wissenschaftssystem verortet ist, komme ich dabei nicht umhin, mein eigenes Privileg zu erkennen. Es ist daher meine Pflicht, in Forschung, Lehre und Alltag meine Stimme gegen jedwede Formen rassistischer Gewalt und Diskriminierung einzusetzen. Schweigen ist keine Alternative, Schweigen legitimiert Gewalt und Diskriminierung.

Ich unterstütze in diesem Sinne die Stellungnahmen der Deutschen Gesellschaft für Amerikastudien (insbesondere jene des PGF und des Diversity Roundtable) und des John F. Kennedy Instituts der Freien Universität Berlin.

#BlackLivesMatter

American Studies Committee

img_2559Alljährlich im November findet in den altehrwürdigen Räumlichkeiten der Leucorea Stiftung Wittenberg das Treffen des American Studies Committees statt. Organisiert durch Julia Nitz vom Muhlenberg Center for American Studies der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg bietet das Treffen interessierten LehrerInnen jedweder Fachrichtungen mit einer Affinität für die Nordamerikastudien eine spannende Fortbildungsgelegenheit. Natürlich standen in diesem Jahr vor allem die Präsidentschaftswahlen im Fokus der verschiedenen Keynote Lectures, Workshops und sonstigen Programmpunkte. Darüber hinaus wurden aber weitere unterrichtsrelevante Kompetenz- und Inhaltsbereiche bearbeitet, wie die Themenfelder Urban Legends, Hip Hop in the EFL-Classroom sowie U.S. Gender und Race Relations. Zu letzterem Aspekt leitete ich einen Workshop, der ausgehend von einer Analyse der Folgen des Hurrikans Katrina die historischen Dimensionen des „spatial racism“ in New Orleans offenlegte und anhand von Beispielen die Perspektiven dieser Problematik für den fremdsprachlichen, geographischen und geschichtlichen Unterricht aufzeigte.

Abgesehen von den konstruktiven Ergebnissen der Workshops und Keynote Lectures verdeutlichte das Treffen des American Studies Committees einmal mehr, wie produktiv und fruchtbar die Vernetzung von fachdidaktischer, universitätsbasierter Forschung und schulischer Erfahrungswelt immer wieder sein kann. Detaillierte Informationen zu den einzelnen Sitzungen und BeiträgerInnen bietet die Webseite des Muhlenberg Centers.